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Problemaugenmerk
Der Frauenanteil bleibt ein rotes Tuch im DTB – Zahlen, die kaum mehr als ein Flüstern in den Hallenhallen. Und das ist das eigentliche Problem: Wir bauen ein System, das mehr Männer als Frauen fördert, während die Talente im Hintergrund leise klettern.
Historischer Rückblick
1990er: Nur etwa 30 % der Mitglieder waren Frauen. Ein knapper Anteil, der mehr nach einem Zufallsprodukt klingt als nach geplanter Politik. 2005: Aufstocken auf 38 %, ein leichter Aufschwung, aber immer noch ein Schatten im Vergleich zu den Männerzahlen.
Wendepunkt 2010–2020
Hier ist der Deal: Die Einführung von Förderprogrammen für Juniorinnen und die gezielte Werbung in Schulen schoben den Frauenanteil auf rund 45 % in 2018. Das war kein Wunder, das war das Ergebnis von gezieltem Coaching, Mentorinnen-Netzwerken und einem wachen Blick auf das Genderbudget.
Warum die Zahlen stillstehen
Und hier ist warum: Der DTB investiert weiterhin massiv in Profi‑Männer-Serien, während die Amateur‑Frauenliga kaum Sichtbarkeit bekommt. Sponsoren sehen mehr Return on Investment in den bekannten Männer‑Turnieren, sodass das Geld in den Kreislauf zurückfließt und Frauenclubs zurückbleiben.
Der aktuelle Stand 2023/24
Der Frauenanteil hat die 48‑Prozent-Marke leicht überschritten – ein guter Schritt, aber er kratzt nur an der Oberfläche. Der Durchschnitt liegt bei 12.000 aktiven Spielerinnen pro Verband, während die männlichen Mitglieder fast das Doppelte betragen.
Strategie für die Zukunft
Sie wollen den Frauenanteil in den nächsten fünf Jahren auf 55 % pushen? Hier ein klarer Fahrplan: Erstens, verpflichtende Gleichstellungsquoten im Vorstand. Zweitens, gezielte Marketingkampagnen über tennisfrauen.com nutzen, um Sichtbarkeit zu schaffen. Drittens, mehr Frauen in Trainer‑ und Schiedsrichterrollen, weil Vorbilder wirken.
Handlungsaufforderung
Jetzt handeln: Setzen Sie in Ihrem Club sofort ein Mentor‑Programm ein, bei dem erfahrene Spielerinnen junge Talente coachen – ein simpler Schritt, der sofort Wirkung zeigt.
